Wir sind in Indien angekommen!

Wir sind in Indien angekommen!

Ein paradiesisches Land für die Projekte der Stiftung

Von Joelle Perry

Wir sind in Indien angekommen!

Diese Woche reiste ich gemeinsam mit Schwester Hatune zu ihrer Stiftung in Indien. Es war spät in der Nacht, es gab viele Verspätungen am Flughafen und die Fahrt zur Stiftung war ziemlich holprig, laut und ziemlich verrückt – typisch für Indien, wie ich schnell begriff. Ich hatte keine Ahnung wo wir waren, aber als ich aufwachte und aus dem Fenster schaute, stellte ich zu meiner Überraschung fest, dass ich im Paradies war!

Die Aussicht war überwältigend! Das großzügige 6 Morgen große Grundstück ist ungeheuer fruchtbar. An diesem Morgen zeigte mir die Schwester die verschiedenen Bäume und Pflanzen, die sie kultiviert hatte, ich lernte wie das Grundstück, das einst chaotisch und wild war, verbessert wurde und nach ihrem Plan und unter ihren geschickten Händen zum Paradies wurde.

Dort gab es alle Sorten Obstbäume und Pflanzen, die man sich vorstellen kann und sofort begann sie ihre Woche indem sie neues Gemüse pflanzte und einige Bäume beschnitt, die sie ein Jahr zuvor gepflanzt hatte. Das Frühstück wurde serviert, es kam direkt vom Garten auf den Tisch! Es war das beste Frühstück, das ich jemals gegessen hatte, die Früchte hatten ein volles Aroma. Anders als auf Märkten, wo Früchte verkauft werden, die gepflückt werden bevor sie reif sind, werden diese Früchte direkt von den Bäumen gepflückt, vollreif und voller Geschmack.

 

Sie hat das Paradies Tur-Abdin Dorf genannt, nach ihrer Heimat Zaz in Tur-Abdin in der Türkei. Ich war beeindruckt von der Schönheit des Bildes in ihrem Wohnzimmer. Dieses Gemälde auf dem Fenster, bei dem das Licht von der Rückseite kommt, scheint sozusagen ein Symbol zu sein, das eine Verbindung herstellt zu ihrer Spiritualität und ihrem Erbe in Zaz. Es ist eine einzigartige Symbolwelt und ich verbrachte einige Zeit damit die Stufen hinaufzusteigen, durch die Klostermauern zu treten und die Landschaft zu betrachten. Die Grundstimmung meines Herzens in dieser Woche hier war Hoffnung – Hoffnung auf eine gute Zukunft und Hoffnung auf Erneuerung. Werden Hatunes Familie und ihre Nachkommen jemals wieder nach Zaz zurückkehren? Werden ihr altes abgerissenes Haus in Zaz und das brachliegende Land jemals wieder aufgebaut und kultiviert werden? Oder werden die Dogans für immer in einem fremden Land bleiben als Flüchtlinge vor der Unterdrückung durch die Muslime? Bis heute gibt es keine Möglichkeit zurückzukehren, aber in ihren Herzen und in diesem Gemälde liegt Hoffnung.

Wir wissen, dass Jesus eines Tages wiederkommen und all diese Dinge erneuern wird und dies ist mein Gebet für ihr Leben, für ihre Heimatstadt und für die Millionen Menschen auf dieser Welt, die nur Krieg, die nur Not und Verfolgung kennen. Ob in diesem Zeitalter oder im nächsten, ich weiß es wird ein Tag kommen an dem Schwester Hatune die Stufen hinaufgehen und die Klostermauern erkunden wird, in einer friedvollen Welt, ohne Bosheit und voll der Anwesenheit Gottes.

Mein Freund, der beim Militär ist, rief mich diese Woche ganz überraschend und scheinbar aus dem Nichts heraus an, nach drei Jahren in denen ich nichts von ihm gehört hatte. Es war ein bestärkender Moment in meinem Herzen als ich einem erschöpften Mann, einem geliebten Freund, der vom Krieg vereinnahmt wurde, die Worte von Jesus sprach, von Frieden und Hoffnung und einer guten Zukunft. Jetzt, in diesem Leben, wurden wir in einen Krieg hineingeboren und Schwester Hatune hat sich auf den Weg begeben und kämpft den guten Kampf des Glaubens bis zum letzten siegreichen Tag. Jedes Gespräch, das ich mit ihr führte, gleicht einem Gespräch mit dem Kommandanten einer Armee. Sie weiß ganz genau, dass sie sich in einem Krieg befindet. Auch sie ist vom Krieg gezeichnet. Aber dieses kleine Gemälde, die Erinnerungen an ihre Heimatstadt Zaz, erinnert mich, erinnert sie daran, dass sie am Ende der Geschichte zu ihren Wurzeln zurückkehren wird. Am Ende der Geschichte wissen wir, dass Jesus gewinnen und über das Böse triumphieren wird.

Am nächsten Tag besuchte ich die Schüler der Hatune Stiftung Näherinnen Schule. Jedes Jahr entlassen die Schulen, die Schwester Hatune gegründet hat, rund 4800 Näherinnen und IT Spezialisten. Sie nehmen die Ärmsten der Armen auf und befähigen sie sich durch ihre Arbeit selbst zu ernähren. Die Schüler sind natürlich sehr glücklich und oft feiern und beten sie gemeinsam.

Dann machten wir uns auf um einige Freunde von Schwester Hatune Dogan zu treffen. Unsere erste Station war das St. Maria Magdalena Kloster, das Schwester Hatune gebaut hat und das eine wichtige Rolle spielt bei der Hilfe als sie einst in Armut lebten und 18 Nonnen und 24 Waisen Hilfe leisteten. Heute wurden diese Probleme gelöst und Schwester Hatune konnte etwas Zeit mit ihnen verbringen und sich entspannt unterhalten. Während ich dort war konnte ich die zahlreichen Brunnen sehen, die die Stiftung gebaut hat. Das war ein eindrucksvolles Erlebnis!

Dann besuchten wir das St. Ephrems Seminar und ihren geliebten Professor und Freund, Vater Thomas. Die beiden kennen sich seit 17 Jahren. Als wir dort ankamen sagte er, dass er gerade Hatunes Namen erwähnt hatte, kurz bevor sie erschien. Er nahm ein Holzkreuz aus seinem Hemd und zeigte es ihr. Sie hatte es ihm vor sechs Jahren gegeben. Diese Freundschaften zwischen Hatune und ihren verschiedenen Freunden, die ich erlebte, waren alle warm und herzlich. Ganz sicher ist sie in Indien tief verwurzelt.

 

Wir besuchten Jensie und Peter um den 30. Hochzeitstag und ihren Geburtstag zu feiern. Jensie spielt eine wichtige Rolle in der Stiftung, denn sie ist die Direktorin von fünf Computer- und Nähschulen der Stiftung in der Region. Darüber hinaus hat sie das medizinische Camp, die Wohnprojekte und die Wasserbrunnenprojekte in der gesamten Region unter sich.

Am nächsten Tag nahm uns Elias mit zu einer Bootstour.  Elias ist der Motor der Stiftung in Indien und auch in den südasiatischen Nachbarländern. Bei unserer Ankunft war ich überwältigt von der Schönheit der Menschen in Indien. Indien, das Land, seine Bewohner und seine Kultur, alles zusammen hieß uns warm und herzlich willkommen (vielleicht etwas zu warm, denn es waren 38 Grad Celsius hier)!

Heute wird sich Schwester Hatune mit den Vorstandsmitgliedern treffen und einen ehrgeizigen und produktiven Plan entwickeln, um medizinische Camps zu betreiben, Medizin zu verteilen, Häuser zu bauen und zu eröffnen, Brunnen zu bauen und denjenigen, die nicht dazu in der Lage sind zu überleben, finanzielle Hilfe zu geben. Dann wird sie die Institutionen besuchen, die sie aufgebaut hat, sie wird denjenigen Zertifikate überreichen, die die Kurse bestanden haben. Nach den Feierlichkeiten wird Schwester Hatune auch zu den Schülern sprechen, um sie zu motivieren sich weiterhin erfolgreich ihr tägliches Brot zu erarbeiten, dann wird sie die neuen Klassen einführen und motivierende Worte sprechen.

 

 

 

 

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