Projektreise nach Äthiopien vom 03.11.2018 bis 17.11.2018

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Am 03.11. bin ich gemeinsam mit der Lehrerin Rosemarie zum zweiten Mal nach Äthiopien gereist. Äthiopien ist ein bevölkerungsreicher Binnenstaat im Nordosten Afrikas mit ca. 105 Millionen Einwohnern.

Wir flogen vom Flughafen Frankfurt am Main ab. Die Ankunft war am 04.11.2018 um 03:30 Uhr am Flughafen Addis Abeba.

Wir wurden von unserem Vereinspräsidenten vom Flughafen abgeholt und sind dann direkt in die St. Georg Kirche gefahren, um Gott zu danken, dass wir heil in Äthiopien angekommen sind.

Morgens begann unser Tag damit, dass wir zunächst einmal Geld in die Landeswährung Birr gewechselt haben. Danach haben wir mehrere Kirchen besucht. Wir trafen auf viele arme, hilfsbedürftige Menschen, denen wir unsere Unterstützung anboten.

Anschließend ging es weiter zum Patriarchen Haus, um Bischof Elsa zu treffen. Gemeinsam besprachen wir dort die Präsentation der Stiftungsarbeit in Äthiopien für 44 aus den USA angereiste Bischöfe.

Nach dem Treffen haben wir einen Großeinkauf für ein Waisenhaus für Mädchen gemacht. Wir haben überwiegend trockene Lebensmittel wie z. B Reis, Mehl und Öl sowie Hygieneartikel eingekauft. Am 05.11.2018 haben wir das Waisenhaus in Gezimani besucht. Momentan leben dort 116 Schwestern. Sie leiten das Mädchen-Waisenhaus und auch eine Schule. Zurzeit leben dort ca. 250 Waisen.

Wir übergaben die Lebensmittel. Alle haben sich sehr gefreut und waren sehr dankbar.

Danach ging es zurück nach Addis Abeba, um mit den Vorbereitungen für den Empfang der 44 Bischöfe zu beginnen. Das Abendessen und die anschließende Präsentation der Stiftungsarbeit in Äthiopien wurden vorbereitet.

Um 15:00 Uhr traf als erster der äthiopische Patriarch Mor  Matthias ein und anschließend die 44 Bischöfe. Ein pensionierter Patriarch aus den USA war auch unter ihnen. Die Stiftungsarbeit für Äthiopien wurde präsentiert und danach haben wir gemeinsam gegessen. Es war ein sehr schönes und harmonisches Treffen. Alle hatten viel Freude.

Nach dem Essen erlitt Bischof Elsa plötzlich einen Anfall. Ich konnte ihm helfen. Er wurde dann mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht und behandelt. Wir sind auch mit ins Krankenhaus gefahren.

Am 06.11.2018 erfuhren wir, dass sich bereits am 04.08.2018 ein furchtbarer Anschlag ereignet hatte. An einem Tag wurden in der Stadt Jijiga (dort leben ca. 2 % Christen) zehn Kirchen durch Moslems niedergebrannt. Aufgrund dessen haben wir uns mit dem Leiter der St. Warnun Kirche in der St. Michael Kirche getroffen. Dieser berichtete uns von den schlimmen Ereignissen.

In Jijiga leben ca. 20.000 Moslems. Der Hochschulpräsident von Jijiga hat die sog. Hego (bewaffnete Jugendgruppe) gegründet und zu dieser Aktion aufgerufen. Die Hego wird vom Hochschulpräsidenten beschützt. Tausende Geschäfte und Häuser von Christen wurden geplündert und verbrannt. Sieben Priester wurden bestialisch ermordet. Außerdem gab es zahlreiche Verletzte.

Ich frage mich, was wollen diese Barbaren dadurch erreichen?

Ihr erstes Ziel ist es, Christen zu jagen, zu berauben und ihnen ihr Eigentum zu beschlagnahmen. Danach folgen Konvertierungsversuche und Enteignungen. Unterstützung bekommen sie von über den Sudan von Saudi-Arabien.

Noch am selben Tag sind wir nach Jijiga geflogen. Von oben aus der Luft konnten wir die niedergebrannten Kirchen sehen. In Jijiga angekommen, haben wir einen Gottesdienst in der St. Georg Kirche gehalten. Es waren viele Opfer der Anschläge anwesend.

Nach dem Gottesdienst haben wir mit den Priestern über die angespannte Lage gesprochen.

Danach sind wir mit dem Auto in die ca. 100 km entfernte Augenklinik in Harar in Bisidimo gefahren. Wir haben Dr. Mandafro Kleidung, Medizin und Geräte für Augen-Operationen übergeben. Danach sind wir ins Hotel zurück gefahren.

Am 07.11.2018 sind wir früh morgens wieder in die Augenklinik gefahren um bei den Operationen behilflich zu sein. Als gelernte Krankenschwester konnte ich über 60 Personen die Augen mit Jod und Antibiotika säubern.

Danach sind wir nach Dire Dawa ins Hotel gefahren.

Danach haben wir Nahrungsmittel für 120 Waisen-Mädchen eingekauft und ins Waisenhaus gebracht. Eines dieser Waisen-Mädchen hatte sehr arme Eltern. Aufgrund ihrer Armut konnten diese sich nicht um sie kümmern und haben sie ins Waisenhaus abgegeben. Drei Mädchen haben noch zumindest einen Elternteil. Doch der Rest der Waisen-Mädchen sind alle ohne Eltern.

Es war eine schöne Erfahrung, aber gleichzeitig auch herzzerreißend. Wir haben den Mädchen versprochen, Schulranzen und Matten drauf zu liegen, und Hausaufgaben zu machen, für sie zu kaufen.

Auf dem Rückweg ins Hotel, trafen wir vor unserem Hotel eine unserer Schwesternkandidatin mit ihrem Sohn. Wir haben über eine Einreise nach Deutschland und ein Visum gesprochen. Ihre 55 jährige Tante wollte auch mitkommen, aber dies war aufgrund ihres Alters nicht möglich; außerdem können wir leider nicht jeden mitnehmen.

Am 08.11.2018 haben wir früh gefrühstückt und uns danach mit unserer Schwesternkandidatin getroffen. Wir haben eine Kopie ihres Personalausweises bei den Behörden eingereicht. Anschließend haben wir Taschen, Matten für die Waisen-Mädchen eingekauft und übergeben.

Die Schwesternkandidatin wurde von ihren Hausbewohnern und uns zum Flughafen in Dire Dawa begleitet. Es war schon spät abends als wir zurück in Addis Abeba angekommen sind.

 

Am 09.11.2018 haben wir Haus- und Krankenbesuche gemacht und für die Kinder eingekauft.

Danach sind wir nach Hause gekommen und haben unsere Taschen gepackt. Wir haben uns von allen verabschiedet und sind um 01:30 Uhr zum Flughafen gefahren, um dann um 04:15 Uhr den Flug nach Ägypten zu nehmen.

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